Rückblick Auftaktveranstaltung

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Alt werden in Meisburg ist machbar!

Ein Modellvorhaben zum altersgerechten Dorfumbau der LEADER-Region Vulkaneifel


Thema:
Einwohnerversammlung zum Projektauftakt 
„Alt werden in Meisburg ist machbar!“
am 31.01.2012, 19.00 Uhr, Meisburg, Bürgerhaus

Dokumentation:
IfR (Andrea Soboth, Caroline Seibert)

 

Begrüßung durch Ortsbürgermeister Dieter Klein

 

Begrüßung durch Markus Kowall, Sprecher des Arbeitskreises „Dorf der Zukunft“ der LEADER-Region Vulkaneifel

 

Die Ortsgemeinde Meisburg zählte mit ihrer Projektidee zu den Gewinnern im LEADER-Wettbewerb 235 gute Gründe zum Leben und Arbeiten „mitten drin im Dorf“
damit hat dieses Projekt für die gesamte LEADER-Region Modellcharakter


Moderation: Andrea Soboth
Überblick über den Ablauf des Abends, inhaltliche Einführung

 

Einführungsvortrag: Alt werden in ländlichen Kommunen. Caroline Seibert
siehe hierzu PDF des Vortrages:  Diese Datei herunterladen (EWV_Meisburg.pdf)  EWV_Meisburg.pdf

 

Die Themen:

  • Blick in die demographische Entwicklung insgesamt und der OG Meisburg
  • Wir werden älter – zum Glück!
  • Vielfalt des Alter(n)s
  • Vision einer altersgerechten ländlichen Kommune – am Beispiel Meisburg
  • Handlungsfelder einer altersgerechten ländlichen Kommune

 

Die Arbeitsphase:
mittels Kartenabfrage und Diskussion mit dem Plenum

 



Thema 1:  Probleme heute und zukünftig 
(bezogen auf die Möglichkeit des Älterwerdens in der OG Meisburg)


Einen besonderen Schwerpunkt bildete (nach Anzahl der Nennungen) das Thema Mobilität

 


Lage:

  • zu weit „vom Schuss“

Mobilität:

  • schlechte Busverbindungen (zum Arzt,
zum Einkaufen)
  • fehlende Verbindungen zur Stadt mit allen Angeboten
  • kein flexibler ÖPNV
  • Problem: Mobilität für ältere Personen, ältere Frauen
  • Fahrten zu besonderen Veranstaltungen
  • Fahrt zum Arzt bzw. Amt
  • Wie komme ich zum Gottesdienst (ohne eigenes Auto)?
  • Mobilität, Bus, Taxi (einfache Fahrt aus Daun kostet 32 Euro)

Nahversorgung:

  • fehlende Nahversorgung, z. B. Arzt (in Daun, Gerolstein, Bitburg), Apotheke (in Manderscheid und Daun), Geschäft etc.
  • fehlende Einkaufsmöglichkeit/ Tante Emma-Laden/ Dorfladen fehlt
  • fehlende Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfes
  • dass man kein Geld abholen kann, kein Geldautomat
  • Hilfe und Pflege:
  • Pflegenotstand (aufgrund der Grenzregion zu Luxemburg)
  • Versorgung im Alter

Vereinsamung:

  • Vereinsamung Alleinstehender/ Alleinwohnender
  • Ehrenamt/ Teilhabe:
  • Ehrenamt? Die älteren Mitbewohner möchten lieber unterhalten werden! Sind auch oft wegen ihrer Gesundheit nicht dazu in der Lage.

Barrierefreiheit:

  • kein Aufzug im Bürgerhaus
  • Barrieren im Ort für Behinderte

Sonstiges:

  • zu wenig Jugendliche/ Kinder
  • Ortsmitte, Häuser: keine Leute
  • Lebenshaltungskosten (Altersarmut)

 


 

Thema 2:  Stärken: Was läuft gut in Meisburg?
(bezogen auf die Möglichkeit des Älterwerdens in der OG Meisburg)

Einen besonderen Schwerpunkt bildete (nach Anzahl der Nennungen) das Thema „Leben im Dorf“, insbesondere die gute Nachbarschaft(-shilfe) und das rege Vereinsleben wurden hervorgehoben.

 

 

  • „Alles ok!“
  • jeder kennt jeden


Allgemein Standortfaktoren:

  • Bodenständigkeit
  • gute Luft
  • Leben direkt in der Natur


Leben im Dorf:

  • Nachbarschaftshilfe, gute Gemeinschaft/ Nachbarschaft, Probleme werden angesprochen
  • ein friedliches Miteinander/ Es ist Friede im ganzen Dorf.
  • gute Kommunikation
  • Vereinsleben/Vereinsaktivitäten
  • Vereinsfeste (aber: leider kommen immer nur die selben)
  • Arbeitskreis Geschichte
  • das Vorhandensein und die regelmäßige Nutzung des Gemeindesaals
  • kostenlose Nutzung des Gemeindesaals für Gymnastik!
  • 2mal im Jahr gemeinsames Frühstück (für alle Generationen)
  • 1mal im Jahr Seniorentag
  • Kinderkino

Nahversorgung:

  • alle 14 Tage mobile Sparkasse (Bankautomat in Deudesfeld)
  • etliche Einkaufautos, die ins Dorf kommen (Heiko, MUH, Eismann etc.)
  • mehrere Bäcker kommen ins Dorf
  • Bäckerfahrzeuge und die Post (häufig) kommen pünktlich
  • Wenn man Post weg schicken möchte, braucht man nur einen Zettel an die Tür mit „bitte klingeln“ zu hängen!


Medizin/ Pflege:

  • zwei gut ausgebildete First Responder/Ersthelfer vor Ort


Anbindung:

  • Internet
  • Mobiltelefon


Betreuung:

  • Kindergarten (Betreuung) im Ort


Sonstiges:

  • Kooperation mit Nachbargemeinden im Fremdenverkehrssektor

  


 

Thema 3: Wünsche, Ideen, Anregungen

Nachbarschaftshilfe:

  • Hilfe bei Gartenarbeiten


Leben im Dorf:

  • nicht alleine sein
  • mehr zusammen machen
  • Treffpunkt für jung und alt
  • Programm/ Zusammentreffen für ältere Mitbürger
  • Nachmittags treffen zum gemütlichen Zusammensein
  • Aktivitäten im Bürgerhaus ca. alle 14 Tage, mind. 1mal im Monat
  • Frauentreffen (alle) – Mitstreiter nötig!
  • Kinderkino – gut! … Könnte auf Senioren übertragen werden! z. B. monatlich


Barrierefreiheit:

  • Aufzug im Bürgerhaus

Nahversorgung:

  • kleiner Dorfladen
  • Sicherstellung der fahrbaren Geschäfte (Bäcker, HEIKO, Bank)

Mobilität:

  • Mobilität
  • Fahrgelegenheit zum Arzt oder bessere Busverbindung


Innenentwicklung:

  • Zuschuss der Gemeinde zum Kauf alter Häuser

 


 

Impressionen von der Einwohnerversammlung

 

Frau Soboth und Frau Seibert tragen die Ergebnisse der Kartenumfrage zusammen

 

Blick in den Meisburger Bürgersaal

 

(Fotos: VG Daun)

 

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